Das Wichtigste in Kürze
- Der Dispokredit ist einer der teuersten Kredite überhaupt – Zinssätze von 10 bis 14 % sind üblich.
- Wer dauerhaft 2.000 € im Dispo steht, zahlt bei 12 % rund 240 € Zinsen pro Jahr.
- Ein Ratenkredit zur Ablösung ist oft nur halb so teuer wie der Dispo.
- Der beste Schutz vor Dispozinsen ist ein Notgroschen, der unerwartete Ausgaben abfängt.
Das Girokonto ins Minus zu rutschen ist schnell passiert – aber es ist teuer. Der Dispozinsen-Rechner 2026 zeigt Ihnen in Sekunden, was Sie Ihr Dispokredit tatsächlich kostet. Sie geben den überzogenen Betrag, den Dispozinssatz und die Dauer der Überziehung ein, der Rechner ermittelt die anfallenden Zinsen. Alle Berechnungen laufen direkt in Ihrem Browser; es werden keine Daten übertragen (DSGVO-freundlich).
Was ist der Dispokredit?
Der Dispositionskredit – kurz Dispo – ist ein von der Bank eingeräumter Kreditrahmen, mit dem Sie Ihr Girokonto überziehen können, ohne einen separaten Kredit zu beantragen. Das ist bequem, aber teuer: Banken verlangen dafür deutlich höhere Zinsen als für andere Kreditformen. Überziehen Sie sogar den eingeräumten Dispo-Rahmen, kommen noch höhere Überziehungszinsen obendrauf.
So funktioniert der Dispozinsen-Rechner
- Überziehungsbetrag eingeben: Wie tief stehen Sie im Minus (z. B. 2.000 €)?
- Dispozinssatz eingeben: Den aktuellen Satz finden Sie auf Ihrem Kontoauszug oder in den Bankkonditionen (oft 10–14 %).
- Dauer festlegen: Über wie viele Tage oder Monate besteht die Überziehung?
- Ergebnis ablesen: Der Rechner zeigt die anfallenden Dispozinsen für den Zeitraum.
Formel: So werden Dispozinsen berechnet
| Größe | Formel |
|---|---|
| Dispozinsen | Betrag × (Zinssatz ÷ 100) × (Tage ÷ 365) |
| Zinsen pro Jahr | Betrag × (Zinssatz ÷ 100) |
Ein Beispiel: Wer dauerhaft 2.000 € bei einem Dispozinssatz von 12 % im Minus steht, zahlt 240 € Zinsen im Jahr – Geld, das komplett verloren ist. Bei kurzfristiger Überziehung von 2.000 € über 30 Tage sind es rund 20 €.
So werden Sie den teuren Dispo los
- Dispo mit Ratenkredit ablösen: Ein Ratenkredit ist meist deutlich günstiger. Rechnen Sie die Ersparnis vorher aus.
- Notgroschen aufbauen: Ein Puffer von drei bis sechs Nettogehältern fängt unerwartete Ausgaben ab, ohne dass Sie ins Minus rutschen. Anleitung im Ratgeber Notgroschen aufbauen.
- Konto im Blick behalten: Ein Haushaltsbuch zeigt frühzeitig, wenn es eng wird.
- Bank wechseln: Die Dispozinssätze unterscheiden sich stark – ein Vergleich lohnt sich.
